Nochmals Schamgefühl


Wieder in Griechenland, um die späten Bayernferien an traumhaften Stränden zu genießen, schicke ich allen Blog-Lesern einen sonnigen Gruß.

Hellas

Ich habe in den vergangenen zwei Wochen nur eine kurze Zuschrift erhalten, die sich auf jenes Thema bezog, das ich eigentlich hier nicht ausführlich diskutieren will (siehe letzten Beitrag vom 31. Juli: „Schamgefühl?“).

Ein Sozialpädagoge aus Linz meinte, dass man dieses Thema nicht in einer Mädchengruppe diskutieren könne, da „sonst einige Mädchen verlegen werden“.

Das kann ich mir gut vorstellen. Wo man Themen um unsere Sexualität verschweigt und tabuisiert, greift gern Verlegenheit Platz.

Ich habe am vergangenen Montag mit einer Kollegin darüber gesprochen. Sie anberaumt in einer geschlossenen Einrichtung einmal im Monat eine Mädchenkonferenz, in der Fragen über den Umgang mit dem eigenen Körper erörtert werden. Glaubhaft schilderte sie mir die Offenheit, in der sich Mädchen sensibel und respektvoll über die Entwicklung ihrer Sexualität austauschen.

In einer Sitzung ging es auch um Nacktheit. Eine 14jährige Mitbewohnerin in aller Klarheit: „Wie groß mein Busen wird, geht nur den was an, den ich mag.“ Kein jüngeres Mädchen hat auf diesen eindeutigen Satz verlegen in sich hineingekichert, sondern daran hilfreiche Orientierung gefunden.

Solche Offenheit macht niemanden verlegen. Sie entlastet!

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