Lob – süchtig?


Eine Erziehrin schrieb mir am vergangenen Montag:

Klar, dass man als Erzieherin loben muss. Es gehört zu unserem Job. … [nach langen Ausführungen zum „Hortalltag“] … denn zugleich bin ich Mutter. Manchmal hab ich das Gefühl, dass mein Mann doch recht hat, wenn er sagt, dass zu viel Lob süchtig machen kann. Im Blog betonen Sie immer wieder, wie wichtig das Lob ist. Irgendwie bin ich da gespalten, denn wenn mein Kleiner mich fragt, ob er das oder jenes gut gemacht hab, denk ich mein Mann hat recht.

 

Liebe Kollegin, richtig, ich betone tatsächlich hier im Blog und in meinen Büchern, „wie wichtig das Lob ist“. Und wenn Ihr „Kleiner“ um ihr Lob ersucht, signalisiert er nach meinem Dafürhalten keine Suchtsymptomatik, sondern jenes „gesunde“ Bedürfnis, das in uns allen, auch in Ihnen und in Ihrem Mann, lebendig ist: Wir wollen von unserer unmittelbaren Umwelt positives Feedback.

Und dass wir dies immer wieder wollen, schürt in mir keineswegs den Verdacht, wir seien suchtgefährdet. Dieser Verdacht ereilt uns ja auch nicht angesichts der Tatsache, dass wir täglich essen.

Lob, positive Verstärkung, anerkennendes Feedback sind Seelennahrung. Seien Sie stolz auf Ihren „Kleinen“: Er verlangt nach dieser Nahrung direkt und unverfälscht.

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